Dota Kehr
Keine Gefahr

Veröffentlichung
15.01.2016
Label
Kleingeldprinzessin
Vertrieb
Broken Silence

In den Jahren ihrer musikalischen Laufbahn hat Dota Kehr keinen Fingerbreit ihrer künstlerischen Freiheit eingebüßt. Im Gegenteil. Es ist ihr gelungen, ihrer Unabhängigkeit ein Fundament zu schaffen, auf dem sie nach Belieben tanzen kann. Auf „Keine Gefahr“ ist sie daher so frei ganz neue Töne anzuschlagen. Töne, in denen der Puls der Zeit schlägt. Inhaltlich und musikalisch.

Kompromisslos fasst sie auch heiße Eisen an. Dann brennt ihre Poesie vor Brisanz, messerscharf geschliffen und in jeder Silbe unmissverständlich. Ihre Zeilen „Warum schützt man die Grenzen der Staaten so gut und die Grenzen der Menschen so schlecht?“ aus dem vorab veröffentlichten Lied „Grenzen“ haben sich im Netz bereits zu einem geflügelten Wort entwickelt. Der tristen Realität setzt Dota trotzig eine Utopie entgegen: „Ich melde mich ab, ich will einen Pass, wo Erdenbewohner drinsteht.“

Darüber hinaus finden sich auf „Keine Gefahr“ geheimnisvolle Lieder, die Assoziationen Tür und Tor öffnen. Oft unheimlich und rätselhaft. Es sind Lieder zwischen Angst und Mut, Zuversicht und Resignation. Lieder, die einem ein Kribbeln bescheren, wie kurz vorm Sprung vom 10-Meter-Turm. Denn darum geht es: Sicherheit oder Abenteuerlust? Optimismus oder Argwohn? Und immer wieder die menschliche Furcht vorm Ungewissen – in einer Zeit und Welt, in der es keinen Ort mehr gibt, an dem man seiner sicher ist. Vor allem vor den eigenen Zweifeln und Sorgen, der Wut und dem Willen, etwas zu verändern. Dota sucht Ansätze und Auswege, findet Fluchtwege und Aussichtspunkte. Augen auf und durch. Auch wenn das Herz bis zum Hals schlägt.

 

Videos zu dem Album "Keine Gefahr" von Dota Kehr

Als es im Studio zeitlich eng wurde, weil eine Tour durch ihre zeitweilige Wahlheimat Brasilien dazwischen kam, sang Dota einige der Lieder von “Keine Gefahr” kurzerhand in São Paulo ein – im vertrauten Studio, zwei Alben hat sie in der Vergangenheit dort gemeinsam mit brasilianischen Musikern produziert.

Der Berliner Sängerin und ihrer gleichnamigen Band DOTA (Jan Rohrbach – git, Janis Görlich – dr, Jonas Hauer – keys) gelingt es auch auf  dem achten Studioalbum zu überraschen. Trotz des Erfolgs des letzten Albums, das Lieder in einem akustischen Gewand mit vielen Folk-Einschlägen darbot, versucht die Band nicht sich selbst zu kopieren, sondern erfindet sich neu. Auf „Keine Gefahr“ verleihen die vier Musiker ihren Songs einen unerwarteten elektronischen Sound. Dass sie sich damit auf ein ihnen bislang weitgehend unbekanntes Feld begeben, gereicht der Musik keineswegs zum Nachteil. Die Lust am Erkunden und Experimentieren ist unüberhörbar und drückt sich in einem unkonventionellen Umgang mit dem neuen Instrumentarium aus. Die programmierten Beats tragen eben nicht die Handschrift eines routinierten Produzenten,! sondern die eines versierten Schlagzeugers. Synthesizer, 90er Jahre Equipment, wie ein Finger-Drum-Pad, und die ganze Palette der elektronischer Rhythmen kamen im Studio ebenso zum Einsatz wie echtes Schlagzeug und akustische Gitarre. Mit treibenden Beats, explosiven Harmonien und artifiziellen Klängen erzeugt DOTA eine zeitgemäße, stellenweise avantgardistische Intensität. Im spannenden Kontrast zu dem brodelnden musikalischen Geschehen steht Dotas unverwechselbare, glasklare Singstimme. Wie ein Regenbogen über einem Vulkanausbruch. 

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